Tarifvertrag deutsche post e-post

“Für uns und viele unserer Mitarbeiter war es völlig unverständlich, dass Ver.di die Verhandlungen Anfang Juni einseitig absagte. Als Geste des guten Willens fordere ich Ver.di auf, alle Streikaktionen sofort einstellen zu lassen. Ich hoffe, dass wir jetzt tatsächlich über die Fragen im Tarifvertrag sprechen können, die unsere 140.000 Arbeitnehmer direkt betreffen.” Nach der Ankündigung der Regierung enthüllte TNT Post seine Entscheidung, die Pläne zur Ausweitung des Dienstes auf Privatkunden einzustellen. Die Entscheidung wurde auf steigende Kosten aufgrund der angekündigten Mindestlohnbestimmungen zurückgeführt. Am 4. November 2007 kündigte die PIN-Gruppe in einer dramatischen Reaktion auf die Entscheidung der Regierung an, 1.000 ihrer 9.000 Mitarbeiter zu entlassen und drohte, dass durch die Einführung des Mindestlohns noch mehr Arbeitsplätze gefährdet werden könnten. In einem Artikel im Nachrichtenmagazin Der Spiegel verurteilte klaus Matecki den Schritt und sprach von einem Erpressungsversuch auf dem Rücken der Beschäftigten. Unterdessen kündigte der Konkurrent Deutsche Post als Reaktion auf die Entscheidung des PIN-Konzerns an, den 1.000 Mitarbeitern, die bei PIN entlassen werden sollen, Arbeitsplätze anzubieten. Der erste Satz von Art. 8 (1) des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) sieht vor, dass Leiharbeitnehmer während der gesamten Dauer ihrer Abordnung im Allgemeinen Anspruch auf mindestens den gleichen Lohn haben, den die Arbeitnehmer in vergleichbaren Berufen ihren eigenen Arbeitnehmern zahlen müssten (Grundsatz des gleichen Entgelts). Wird das Arbeitsverhältnis zwischen Leiharbeitnehmern und Arbeitgeber (Arbeitslieferant) durch einen Tarifvertrag geregelt, so erhält der Leiharbeitnehmer in Abweichung vom Grundsatz des gleichen Entgelts den in dieser “abfälligen” Vereinbarung festgelegten Lohn. Dieses Prinzip gilt auch, wenn der tariflich vereinbarte Lohn unter dem Lohn liegt, der nach dem Grundsatz des gleichen Entgelts geschuldet worden wäre (vgl. Art.

8 Abs. 2 AÜG). Der erste Satz von Art. 8 (4) AÜG sieht vor, dass der tarifvertraglich gezahlte Lohn von dem Grundsatz des gleichen Entgelts für die ersten neun Monate der Entsendung und, wenn die Voraussetzungen nach Art. 2 Abs. 2, gelten können. 8 (4) AÜG setzen sich auch für bis zu 15 Monate durch. Die Deutsche Post und die Gewerkschaft Ver.di haben sich am Freitag nach vierwöchigen Streiks der Postbeschäftigten in Deutschland darauf verständigt, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Die Gewerkschaft erklärte gestern, dass die Arbeitskampfmaßnahmen so lange andauern werden, bis eine Einigung erzielt wird, und behauptet, dass derzeit bundesweit rund 32.000 Arbeitnehmer streiken. Wird während der Entsendungszeit das Prinzip des gleichen Entgelts angewandt, weil kein abfälliger Tarifvertrag in Kraft tritt, so entspricht die Vergütung zumindest der Lohnuntergrenze. Der Leiharbeitnehmer hat Anspruch auf die Als Lohnuntergrenze festgelegte Mindeststundenvergütung (Art.